Datenrettung

Alte interne Festplatte als externe Festplatte weiternutzen

Eine funktionstüchtige Festplatte aus einem defekten PC oder Notebook lässt sich an einem neuen Rechner problemlos als externe Festplatte weiterverwenden. Wir zeigen, wie einfach der Zugriff auf die schon verloren geglaubten Daten erfolgen kann.

externe FestplatteIn wenigen Schritten wird aus einer internen Festplatte eine externe Festplatte.© Inga Nielsen / Fotolia.com

Es dürfte ein Albtraum für PC- und Notebookbesitzer sein: Der Rechner fährt nach dem Start nicht mehr hoch und der Nutzer hat keinen Zugriff mehr auf die auf der Festplatte gespeicherten Daten. Oft sind darunter etwa mit dem Smartphone erstellte Fotos und Videos, die als Backup auf dem Computer abgelegt wurden. Sind diese sowie wichtige Office-Dokumente und weitere persönliche Daten nach einem Crash des Rechners verloren?

Einfache Datenrettung

Nein, die Datenrettung lässt sich recht leicht in wenigen Schritten erledigen, falls die Festplatte selber keinen Schaden erlitten hat und weiter funktionstüchtig ist. Die alte Festplatte aus dem PC oder Notebook lässt sich komfortabel als externe Festplatte an einem neuen Rechner weiterverwenden. Benötigt wird lediglich ein externes Festplattengehäuse, das online günstig in verschiedenen Ausführungen erhältlich ist.

Externes Festplattengehäuse günstig erhältlich

In unserem Fall ließ sich ein Notebook nicht mehr starten, wir wollten die Daten und die Festplatte aber weiter in Kombination mit einem neuen Laptop nutzen. Als Lösung griffen wir auf ein externes Festplattengehäuse von Salcar zurück, das bei Amazon für knapp 11 Euro erhältlich war.

Festplatte im 2,5- oder 3,5-Zoll-Format?

Notebook FestplatteAusbau der Festplatte aus dem Notebook: Der breite Stecker am SATA-Anschluss der Festplatte muss abgezogen werden.© i12 GmbH

Zu beachten ist, dass sich Nutzer vorher vergewissern sollten, um was für eine Festplatte es sich handelt. In unserem Notebook war eine SATA-Festplatte im 2,5-Zoll-Format verbaut, die 9,5 Millimeter hoch war. Die Notebook-Festplatte passte somit perfekt in das von uns bestellte externe Festplatten-Gehäuse. Ob es sich um eine SATA- oder IDE-Festplatte handelt, erkennt man leicht an den verwendeten Anschlüssen. IDE verfügt über einen Anschluss mit 40 PINS, SATA-Festplatten nutzen eine schmale Steckerleiste. Alternativ zu den Gehäusen im 2,5-Zoll-Format gibt es auch Festplatten-Gehäuse für dickere Festplatten im 3,5-Zoll-Format.

Als Werkzeug ist nur ein passender Schraubenzieher erforderlich, um die Schrauben der Gehäuseabdeckung des alten Notebooks zu entfernen. Die Festplatte lässt sich unkompliziert entnehmen, der mit ihr verbundene Stecker für die Stromversorgung lässt sich leicht lösen und ist für die Nutzung im externen Festplattengehäuse nicht mehr erforderlich.

Anschluss per USB-Kabel an Notebook oder PC

Salcar externes FestplattengehäuseDie Festplatte muss lediglich in das externe Festplattengehäuse geschoben werden.© i12 GmbH

Die Festplatte wird dann bloß bis zum Anschlag in die Öffnung des externen Festplattengehäuses hineingeschoben. Dabei sollte die richtige Position der Anschlüsse beachtet werden. Danach muss nur die "Klappe" des Festplattengehäuses geschlossen werden und die ehemalige Laptop-Festplatte ist bereit für den Einsatz als externe Festplatte. Das externe Festplattengehäuse wird per USB-Kabel an ein Notebook oder an einen PC angeschlossen.

Zugriff auf Daten problemlos möglich

In unserem Fall wurde die Festplatte direkt erkannt, über den Windows Explorer war in Windows 10 direkt ein Zugriff auf die auf der Festplatte gespeicherten Daten möglich. Lediglich der Aufruf der zuvor in den persönlichen Benutzer-Ordnern gespeicherten Daten dauerte beim ersten Zugriff ein wenig länger, da die Zugriffsrechte zunächst freigegeben werden mussten.

Funktionsfähige Festplatten aus alten Notebooks und PCs sind also kein Elektroschrott, sondern lassen sich in wenigen Schritten weiterverwenden.

Jörg Schamberg

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