
Das Internet-Auktionshaus
eBay ist der wohl größte Online-Flohmarkt der Welt. Und wie bei jedem Flohmarkt treiben sich auch dort nicht selten zwielichtige Gestalten herum. Genau wie der
Kauf bei eBay artet auch der Verkauf nicht selten zu einem Glücksspiel aus. Und nichts ist ärgerlicher, als kein Geld für die Ware zu erhalten oder in einen Rechtsstreit verwickelt zu werden.
Inhalt:
1. Die Nigeria-Masche
2.
Die "Artikel nicht erhalten"-Masche
3.
Spaßbieter und Zahlungsmuffel
4.
Angebote vorzeitig beenden
Risiken beim Verkauf
Schneller als viele Verkäufer glauben, kann ein falsches Wort in der Artikelbeschreibung, ein unfreundlicher Ton in einer E-Mail oder eine Versand-Verzögerung beim eBay-Handel Ärger bedeuten. Wenn es um das liebe Geld geht, verstehen die meisten Menschen keinen Spaß. eBay-Kunden sind nicht selten im Stress, schließlich sind sie doch diejenigen, die in Vorkasse treten und das Risiko eingehen müssen, defekte, falsche oder überhaupt keine Ware zu erhalten. Verkäufer wiederum müssen sich oftmals mit zahlungsunwilligen Käufern, Nachverhandlern oder Kunden, die vorschnell schlecht bewerten, herumschlagen. Für den stressfreien Handel sollten daher einige Regeln beachtet und eBay-Einstellungen hinterlegt werden.
Sofortkauf mit Folgen: Die Nigeria-Masche
Die wohl unangenehmste Gruppe der eBay-Käufer ist die so genannte
Nigeria-Connection, eine weltweit agierende Bande von Betrügern, die mit fadenscheinigen Argumenten und der Aussicht auf hohe Gewinnspannen Händler dazu bringen will, ihren Artikel ohne Vorkasse in Länder zu versenden, wo es kaum möglich sein dürfte, den Betrüger ans Messer zu liefern, sei es Nigeria, Südafrika oder China.
Wer auf den vermeintlich ertragreichen Handel eingeht, erhält tatsächlich eine mehr oder minder schlecht gefälschte Überweisungsbestätigung. Nicht selten wird die Ware dann verschickt, das Geld aber kommt natürlich niemals an. Und es kann noch schlimmer kommen: Wer den Betrügern seine echten Kontodaten zur Verfügung stellt, riskiert, dass diese Daten missbraucht werden, um teure Waren per Bankeinzug zu bestellen.
Schwer zu fassen
Diese so genannte "Nigeria-Masche" ist nur eine von vielen Möglichkeiten des Vorkassen-Betruges. Möglich ist das in allen Ländern der Welt, auch bei Versand nach Deutschland und Westeuropa. Anders als in Schwellenländern der Welt funktioniert hier jedoch die Gerichtsbarkeit. Dank der EU arbeiten die Ermittlungsbehörden in Europa zusammen. Daher ist die Gefahr, innerhalb Europas auf einen Betrüger mit Nigeria-Masche zu stoßen, gering.