Aufmerksamkeit bekommen auch die sogenannten
Shoppingclubs wie Brands4friends.de, PaulDirekt.de oder BuyVip.com mit reduzierten Neuwaren, die einen vermeintlich limitierten Zugang, eine begrenzte Gültigkeit der Angebote und hohe Preisnachlässe koppeln – das weckt den Kaufimplus. Aber auch hier gilt: unbedingt die Preise mit Ergebnissen von Preissuchmaschinen vergleichen. Die hohen Prozente, mit denen geworben wird, lassen sich oftmals nicht nachvollziehen, schließlich verkaufen auch andere Händler ihre Waren nicht zum ehemaligen UVP. Dennoch kann sich ein Einkauf lohnen, gerade bei Kleidung. Der Wermutstropfen ist die lange Versandzeit von mindestens zwei Wochen, viele Anbieter erheben außerdem zum Beispiel für das Einkaufen von Produkten unterschiedlicher Aktionen zusätzliche Versandkosten. Diese entfallen nur ab und zu als Sonderaktion: Dann fasst der Shop sämtliche Artikel zu einer Bestellung zusammen. Insgesamt kam die
Verbraucherzentrale NRW bei einem Test zu dem Ergebnis, dass die Jagd nach Schnäppchen in Shopping Clubs in jedem Fall zeitaufwändig ist.
Weniger empfehlenswert: Alternative Bietmethoden
Mit günstigen Preisen - wie ein MacBook Air für ein paar Euro - werben auch diejenigen Anbieter, die eine andere Art der Rückwärtsauktion oder neuartige Bietmethoden verwenden. Sie nennen sich DealStreet, CrazyHammer, Swoopo, luupo, Snipster, Rabattschlacht oder Hammerdeal und halten die Bieter mit Sportsgeist bei der Stange. So soll der Preis mit jedem Gebot weiter sinken oder derjenige mit dem niedrigsten, alleinigen Gebot den Zuschlag halten. Dies alles animiert zur Gebotsabgabe – die natürlich kostenpflichtig ist. Wer 30 Mal für 50 Cent pro Gebot auf eine Kaffeemaschine bietet, wird dort kaum noch ein Schnäppchen machen können. Bevor der Zeigefinger in Richtung Gebots-Button zuckt: unbedingt die Konditionen genau überprüfen und einkalkulieren, dass das Glück mitspielen muss. Auch die
Verbraucherschützer sehen die erfinderischen Auktionen eher als Glücksspiel als Instrument zur Schnäppchenjagd an.
Viele Anbieter versuchen mit besonders hohen Rabatten zu locken. Ein schönes Beispiel von Dealstreet: Kann ein Apple MacBook wirklich um 96 Prozent billiger sein? Wohl kaum. Screenshot: onlinekosten.de
Nicht vergessen: Sind die Daten sicher?
Ob nun Auktionshaus, Tauschbörse oder Shoppingclub – vor der Registrierung und Nutzung sollten sich Interessenten in jedem Fall die AGB genau durchlesen und darauf achten, welche persönlichen Daten zu welchem Zweck erhoben werden. Hood, Tauschticket und Hitflip weisen beispielsweise darauf hin, dass ohne eine ausdrückliche Zustimmung keine Daten an Dritte weitergeleitet werden, auch die von uns erwähnten Tauschbörsen grenzen die Nutzung auf eigene Zwecke ein. Bei Hood, Auvito und warentausch.com werden die bei der Registrierung erhobenen Daten außerdem über eine per SSL verschlüsselte Verbindung übertragen – zu erkennen am https-Protokoll. Insbesondere bei Bankdaten ist dies zu empfehlen. Auvito-Neukunden sollten beachten, dass der Betreiber mit verschiedenen Partnern (wie preisvergleich.de) zusammenarbeitet und in den Datenschutzbestimmen bereits erwähnt, dass automatisch die Newsletter dieser Unternehmen abonniert werden. Wer dies nicht möchte, kann sich nur eigenhändig vom News-Bezug abmelden. Auch eine Weiterreichung an Dritte zu Marketingzwecken behält sich Auvito vor, einen Befreiung von dieser Regelung gibt es nur durch eine schriftliche Erklärung an den Anbieter.