Wohin mit altem Krempel, Fehlkäufen oder ausrangierter Kleidung?
Ebay lautete früher die Standardantwort. Auch jetzt landen sicherlich noch die meisten gebrauchten Waren - wenn nicht auf dem Flohmarkt - im größten Online-Auktionshaus, allerdings steigt mit der Verkaufsprovision und neuen eBay-Ideen wie dem Zwang zum
kostenlosen Versand von Büchern, Computerspielen, DVDs und Zubehör auch die Unzufriedenheit bei denen, die eBay wohl zu dem gemacht haben, was es heute ist: den Verkäufern. Auf der anderen Seite bietet eBay immerhin Privat-Verkäufern die Möglichkeit, Artikel mit einem Startpreis von einem Euro kostenlos einzustellen. Trotzdem lohnt sich ein Blick über der Tellerrand: Wo kann ich außerhalb von eBay im
Internet Artikel loswerden oder günstig Waren bekommen?
Inhalt:
1. Andere Online-Auktionshäuser
2.
Kleinanzeigen und Tauschbörsen im Internet
3.
Glücks-Auktionen, Shoppingclubs & Datenschutz
Online-Auktionen bei Hood und Auvito
Hood sieht sich als die Nummer 2 nach eBay. Screenshot: onlinekosten.de.
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Ein erster Schritt ist die Suche nach anderen Auktionshäusern. Neben dem Platzhirschen eBay wirken allerdings viele
Websites eher zweitklassig, die Zahl der Auktionen in den einzelnen Kategorien ist bestenfalls zweistellig -
Hood.de schlägt aber aus der Reihe. Nach eigenen Angaben ist die Website die Nummer 2 nach eBay und zählt mehr als eine Million Nutzer. Ebenfalls als Nummer 2, aber bezogen auf die Reichweite, sieht sich das zu Unister gehörende
Auvito. Der Konkurrent mit den vier bunten Buchstaben blickt in Deutschland auf 14,5 Millionen Registrierungen, Auvito zählt 300.000 bis 500.000 Nutzer, wie das Portal auf Anfrage unserer Redaktion mitteilte. Allerdings sei ein deutlich größerer Zulauf als früher zu verzeichnen, was das Auktionshaus auf unzufriedene eBay-Kunden zurückführt.
Die im Vergleich zur Nummer 1 geringeren Nutzerzahlen haben Vor- und Nachteile: Bei Hood oder Auvito ist es für Käufer vielleicht einfacher, ein Schnäppchen zu ergattern, im Gegenzug tritt das eigene Angebot aber deutlich weniger möglichen Käufern unter die Augen. Hood unterteilt sein Portal in Auktionen und Händler-Shops, die Kategorien reichen genau wie bei eBay von Fahrzeugen über Computerartikel und Kleidung bis hin zu Spielzeug und Möbeln. Ähnlich ist es bei Auvito, geordnet wird der Zugriff nach
Kaufen oder
Verkaufen. Um die Größe der Angebote zu beurteilen, haben wir die Stückzahl der Auktionen zweier Kategorien mit denen von eBay verglichen. Bei Damenjeans standen 3.350 Artikel bei Hood und 1.360 bei Auvito etwa 115.500 Stück bei eBay gegenüber, bei
Notebooks waren es rund 230 und 890 gegen 18.700.
Vorteil: Verkaufsprovision entfällt
Auch Auvito bietet Online-Auktionen, behält sich aber vor, Daten zu Marketingzwecken an Dritte weiterzureichen (siehe Seite 3. Screenshot: onlinekosten.de.
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Der wohl größte Unterschied und gleichzeitig der Vorteil beider Plattformen ist der Verzicht auf Angebotsgebühren und die Verkaufsprovision. Je nach Startpreis kann eine eBay-Auktion für den Verkäufer schon ganz schön teuer werden, auch wenn der Artikel noch gar nicht verkauft wurde. Zusatzoptionen wie Fettschrift & Co. erfordern aber auch bei Hood und Auvito eine Gebühr, letzterer schenkt neuen Mitgliedern hierzu ein Startguthaben in Höhe von zehn Euro. Den Treuhandservice, den eBay mit dem hauseigenen Bezahldienst
PayPal anbietet, liefert Hood mit
Moneybookers und auch Auvito integriert einen eigenen Service für Waren ab zehn Euro. Für den Käufer fällt dann jedoch ein Aufschlag von einem Prozent oder mindestens zwei Euro bei Moneybookers beziehungsweise ein Prozent oder mindestens ein Euro bei Auvito an. Hood unterstützt übrigens auch den Turbolister.
Für Rückwärts-Auktionen, bei denen der Preis nach und nach fällt anstatt pro Gebot steigt, wurde Azubo.de bekannt. Zurzeit befinden sich aber kaum noch entsprechende Angebote auf dem Portal. Da dieser Anbieter wiederum Verkaufsprovisionen verlangt, ergibt sich außerdem kein Vorteil gegenüber eBay.