K-Meleon ist ein Browser, der auf der Codebase von Mozilla und damit
Firefox basiert. Er wird jedoch nicht unter der Schirmherrschaft der Mozilla-Foundation entwickelt, sondern von einem unabhängigen Entwicklerteam, das sich nur im Firefox-Code bedient. Er rendert Websites mit der Gecko-Engine. K-Meleon ist, genau wie sein Mac-Verwandter
Camino, an die speziellen Bedürfnisse eines Betriebssystems angepasst - in diesem Fall Windows. Auch wenn der Name den Beigeschmack eines Linux-Browsers hat, gibt es ihn nur für Windows.
Ziel des K-Meleon-Projektes ist es, einen Browser zu entwickeln, der sich vor allem in Sachen Geschwindigkeit und Bedienführung positiv von der Konkurrenz abhebt. Dabei versuchen die Entwickler, möglichst viele sinnvolle Funktionen in den Browser zu integrieren. Mit dabei sind neben einem RSS-Reader ein Übersetzungstool auf Basis des Dienstes
Babelfish, umfangreiche Datenschutz-Optionen, ein Werbefilter, ein News- und Mailprogramm, Mausgesten und eine Möglichkeit, mehrere Proxys zu benutzen.
Beachtliche Geschwindigkeit
K-Meleons größter Vorteil ist, dass er die Lesezeichen des Internet Explorer nutzen kann. Mit einem Mausklick in den Optionen lässt sich bestimmen, ob K-Meleon die IE-Lesezeichen nutzt oder nicht. Besonders interessant: Er legt eigene Lesezeichen dabei ebenfalls im Format des
Internet Explorers ab. Greift ein Anwender also wieder mit dem IE auf das Internet zu, kann er die mit K-Meleon erstellten Lesezeichen nutzen. Beachtlich ist auch seine Start- und Rendergeschwindigkeit. K-Meleon zählt zu den schnellsten Browsern, die es gibt.
Trotz all der nützlichen Funktionen leidet K-Meleon an gewissen Kinderkrankheiten, die das Gefühl vermitteln, dass die Entwickler nach fünf Jahren endlich die Versionsnummer 1.0 erreichen wollten, und zwar ohne Rücksicht auf Verluste. Die sinnvollen Features wie Websuche, Mailer oder Werbeblocker funktionieren zwar einwandfrei, allerdings gibt es einige Schwierigkeiten mit der Oberfläche: So lässt sich nicht mit einem bei anderen Browsern üblichen Suchfenster in Suchmaschinen suchen. Auch die Integration von RSS-Feeds ist schwierig, da der Browser kein RSS-Symbol anzeigt. Die Feeds müssen manuell per Copy & Paste in den Reader eingefügt werden.
Sinnvolle Funktionen
Angenehm hingegen ist die Druckfunktion. K-Meleon zeigt eine Vorschau einer Website an, die sich manuell an die Bedürfnisse des Anwenders anpassen lässt. Auch sonst lässt K-Meleon, bis auf die Mängel in der Integration der Funktionen, kaum Wünsche offen und kann sich durch hohe Geschwindigkeit und schnellen Betrieb durchaus mit anderen Browsern für Windows messen.
Interessant ist K-Meleon vor allem für User, die Firefox und
Opera mögen, jedoch ab und zu auf den Internet Explorer ausweichen müssen. K-Meleon kann sich per Kontextmenü als anderer Browser ausgeben, zudem ist die Verwendung der Lesezeichen-Struktur des IE ein echter Pluspunkt, müssen die Lesezeichen doch nicht mehr zwischen den Browsern hin- und her kopiert werden. Auch die direkte Übersetzungsfunktion ist hilfreich und einzigartig und gerade Anwendern, die auf mehrsprachigen Websites arbeiten müssen, eine enorme Hilfe.