Internet Explorer 6.0 - Microsofts Veteran

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Der wohl wichtigste Internet-Browser ist der bereits etwas in die Jahre gekommene Internet-Explorer 6: Der Webbrowser wurde zeitgleich mit Windows XP im Oktober 2001 vorgestellt, ließ sich jedoch auch auf älteren Windows-Betriebssystemen ab Windows 98 installieren. In Windows XP ist er direkt enthalten.

Schneller Erfolg

Mangels Alternativen - Netscape war bereits zu einem Nischendasein verdammt, Firefox war noch in weiter Ferne - konnte der Internet Explorer jahrelang die Pole-Position unter den Internet-Browsern halten. Warum auch nicht, war der IE doch dank einer ausgefeilten Render-Engine nicht nur schnell im Netz unterwegs, sondern aufgrund der Windows-Integration für jeden XP-Nutzer leicht und schnell nutzbar. Die Integration des Browsers hatte aber auch einen großen Nachteil: Er sollte zum Hauptangriffspunkt von Windows XP werden.

Fotoarchiv - 6174.jpg Vorteile: Hohe Verbreitung

Die Hauptvorteile des Internet-Explorers sind seine hohe Verbreitung, seine Fähigkeit, ActiveX-Inhalte darzustellen und seine hohe Geschwindigkeit im Netz. Der Internet-Explorer ist mit einem Marktanteil von ehemals über 90 Prozent der Quasi-Standard unter den Webbrowsern. Inzwischen liegt der Marktanteil bei gut 70 Prozent. Viele Entwickler passen ihre Seiten nur noch für diesen Browser an. Im Vergleich zu anderen Browsern ist der Internet-Explorer jedoch veraltet: Er verfügt weder über die sinnvolle Tabbed-Browsing-Funktion, bei der in einem Browser-Fenster mehrere Seiten geöffnet werden können, noch unterstützt er von Haus aus aktuelle Web-Standards wie Umlaut-Domains.

Zusätzlich nutzt der Internet Explorer Standards, die Microsoft-spezifisch sind. Statt sich an die Vorgaben der W3C zu halten, versucht Microsoft immer wieder, eigene Web-Standards zu definieren. Dadurch können Websites, die speziell für den Internet Explorer entwickelt wurden, nicht unbedingt von anderen Browsern dargestellt werden. Zudem ist der Internet Explorer ausschließlich für Windows-Systeme erhältlich. Die Mac-Version wurde 2004 eingestellt.

Sicher seit 2004

Erst nach dem Viren-Sommer 2004 fand ein Umdenken bei Microsoft statt, die neue Devise lautete "Sicherheit". Seitdem sind Windows und der Internet-Explorer wieder weitestgehend sicher, doch den Imageverlust konnte Microsoft nie wieder einholen. Zumal am Browser-Himmel ein neuer Stern erschienen war: Der Open-Source-Browser Firefox, der dem Internet Explorer 6 in vieler Hinsicht überlegen ist.

Microsoft musste reagieren und tat dies über eine neue Version des IE. Der Internet Explorer 7 ist bereits zum Download erhältlich, soll mit Windows Vista spätestens im Frühjahr 2007 erscheinen und eingebüßte Marktanteile wieder aufholen: Tabs, Feeds und weitere aktuelle Funktionen sind in der aktuellen Beta bereits enthalten und sollen auch bei der finalen Version für zufriedenere Nutzer sorgen.
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