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Internet-Browser in der Übersicht

Der erste Schritt ins Internet ist ohne einen passenden Browser unmöglich. Die Frage ist nur, welcher der zahlreichen Internet-Browser zum Surfen im weltweiten Datennetz genutzt werden sollte. Unsere Redaktion gibt eine Übersicht zu den gängigen Browser-Programmen.

Internet-Browser - Die Unterschiede

Alle Webbrowser verrichten auf den ersten Blick die gleiche Arbeit – sie stellen Internetseiten dar. Bei genauerer Betrachtung ergeben sich jedoch Unterschiede. Einige Browser laden Seiten deutlich zügiger als andere, was selbst bei einem schnellen DSL-Anschluss ins Gewicht fallen kann. Auch die Anzahl und Qualität der verfügbaren Plugins schwankt von Browser zu Browser. Folgende Features sollte aber jeder Browser beherrschen: Tabbed Browsing, einen Pop-up-Blocker, einen anonymen beziehungsweise privaten Modus sowie Schutzmechanismen vor Malware-Seiten.

Internet Explorer - Der Microsoft-Browser

Der Internet Explorer von Microsoft ist einer der ältesten Browser. Die Redmonder hatten den Internet Explorer bereits in Windows 95 integriert. Unter erfahrenen Internetanwendern gilt Microsofts Internet Explorer im Vergleich zu den Konkurrenzbrowsern bis heute als schwerfällig und unsicher. Das Problem: Die Integration des Browsers in den Tiefen des Betriebssystems hat schon so manchem Angreifer Tür und Tor geöffnet. Ein einfache Deinstallation haben die Microsoft-Entwickler für den Internet Explorer nicht vorgesehen. Diese Strategie hat Microsofts Image nicht gut getan. Das sah auch die Kartellbehörde der EU so und legte Microsoft - unter Androhung eines Wettbewerbsverfahrens - die Verpflichtung auf, eine Browserwahl unter Windows anzubieten.

Firefox – Alles zum Mozilla Firefox

Während der Platzhirsch Internet Explorer schwächelte, stellte die Open-Source-Gemeinde mit dem Mozilla Firefox Browser eine echte Alternative auf die Beine. Dazu lösten sie die Gecko Engine samt des Browsers der wenig erfolgreichen, weil zu umfangreichen Mozilla Suite aus dem Paket heraus und programmierten den Browser weiter. Mozilla hat als Technikspender ausgedient: Mit dem Erfolg des Browsers stellte die Mozilla-Gemeinde den ursprünglichen Browser in Sachen Priorität weit zurück, inzwischen ist Firefox das Hauptprojekt der Mozilla-Entwickler.

Hohe Update-Frequenz beim Firefox

Firefox ist chnell und effizient. Dabei ist er zudem schlank und nicht wie der Internet Explorer tief im System integriert. Der wohl wichtigste Unterschied ist jedoch die Aktualität: Kamen früher im Jahresrhythmus große Versionssprünge und im Quartalsrhythmus Updates, sind die Aktualisierungsintervalle mittlerweile noch kürzer geworden. Sicherheits-Updates werden eingepflegt, sobald es notwendig ist.

Durch den Open-Source-Charakter kann jeder, der sich mit Sourcecode auskennt, den Browser im Vorfeld auf Sicherheitslücken untersuchen und sich an der Programmierung beteiligen. Finanziert wird das Projekt durch Spenden.

Chrome - Der Browser aus dem Hause Google

Der Internet-Gigant Google betrat 2008 mit Chrome die Browser-Bühne. Ein Merkmal des Chrome-Browsers ist die auf den ersten Blick recht spartanische Ausstattung, die allerdings auch Vorteile bietet. So beschränken sich Oberfläche und Funktion von Chrome auf das Wesentliche eines Browsers: das Surfen im Web.

Schon vor der Veröffentlichung von Chrome im Dezember 2008 wurde Kritik an Google laut: Datenschutz-Aktivisten sahen die Koppelung von Browser und Google als problematisch, gleichzeitig wurde eine weitere Machtverschiebung innerhalb des Internets zugunsten des Google-Konzerns befürchtet. Tatsächlich ist der Chrome-Browser aufgrund seiner Geschwindigkeit bei den Nutzern gut angekommen und kann sich mittlerweile über hohe Marktanteile freuen, die Bindung an den Suchmaschinengiganten dürfte aber weiterhin nicht jedem schmecken.

Safari - Der Apple-Browser

Für Apple-Freunde steht der Browser Safari bereit. Safari ist der bei Mac OS X mitgelieferte Standard-Browser. Er basiert auf der Konqueror-Technologie, erscheint jedoch als reiner Webbrowser ohne weiteren Einfluss auf das System. Die Dateinavigation übernimmt der Dateimanager "Finder", weshalb sich Safari voll und ganz auf den Einsatz als Webbrowser konzentrieren kann.

Safari profitiert von OS X

Unter Mac OS X gibt es zahlreiche Browser, die jedoch allesamt entweder auf der Technik von Safari oder Mozilla beruhen. Safari zeichnet sich dadurch aus, unter OS X schneller zu starten als zum Beispiel Firefox. Gleichzeitig ist auch die Seitendarstellung auf den ersten Blick schneller. Auf den zweiten Blick stellt sich jedoch heraus, dass Safari schummelt: Bevor die Seiten dargestellt werden, werden sie fertig gerendert. Andere Browser bauen die Seite schon auf, während sie noch lädt.

Die Versionen 3 bis 5 hat Apple noch für Windows-Systeme bereitgestellt, die aktuelle Version ist ausschließlich auf Apple-Geräten erhältlich. Der Grund dafür dürfte unter anderem die iCloud sein, die nahtloses Surfen auf mehreren Endgeräten vereinfacht.

Opera - Innovationstreiber aus dem hohen Norden

Der Opera ist der Browser des norwegischen Software-Unternehmens Opera Software. Er fristet ein Nischendasein als Innovationstreiber. Schon mit der 1996 erschienenen Version des Browsers setzte Opera Standards, wie zum Beispiel Tabbed Browsing.

Anders als Firefox ist Opera nicht Open Source, sondern Freeware. Für den Anwender ist das kein Unterschied, denn so oder so kann die Software kostenlos im Netz heruntergeladen werden. Verfügbar ist er, ebenfalls wie Firefox, für alle wichtigen Rechnerplattformen. Für die Entwicklung des Browsers ist der kleine Unterschied jedoch massiv: Während bei Firefox alles in den Händen der Programmierergemeinde liegt, kocht Opera Software mit ihrem Browser genau wie Microsoft ihr eigenes Süppchen.

Das allerdings mit gehörigem Erfolg: Zahlreiche Neuerungen des Browser-Marktes der letzten Jahre sind auf die Entwicklungen am Opera Browser zurückzuführen: Ob Tabbed Browsing, Mausgesten, Popup-Blocker oder die breite Unterstützung aktueller Web-Standards, Opera machte es vor, die anderen Browser machten es nach. Maßgeblich dabei ist auch, dass Opera über ein komplettes Set an Webentwickler-Werkzeugen verfügt.

Maxthon - Der Cloud-Browser aus China

Auch wenn der Browser des chinesischen Unternehmens Maxthon für viele bislang ein Unbekannter sein dürfte, ist er dennoch kein Neuling unter den Webbrowsern. Bereits 2002 erblickte mit MyIE2 der Vorläufer des Maxthon Cloud Browsers das Licht der Welt.

Maxthon nutzt mit Webkit und Trident gleich zwei Browser-Engines für größtmögliche Kompatibilität. Praktisch sind die bereits mitgelieferten Funktionen, wie ein Pop-Up-Blocker, Feed-Leser und Online-Notizen. Auch eine Cloud bietet Maxthon: Geöffnete Internetseiten beziehungsweise Tabs können so problemlos auf mehreren Endgeräte plattformübergreifend synchronisiert werden, das Gleiche gilt natürlich auch für bereits favorisierte Websites. Ebenso ist es möglich, Downloads in der Cloud abzulegen, um später bei Bedarf via Tablet PC oder Smartphone darauf zugreifen zu können.

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