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Mac OS X - das Apple Betriebssystem

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Als Apple Ende der 90er in der Krise steckte, kaufte das Unternehmen den Firmengründer Steve Jobs zurück. Der präsentierte auch prompt den iMac und läutete damit eine neue Ära der Usability bei Apple ein. Das Betriebssystem Mac OS wurde um die Jahrtausendwende ebenfalls einer Grundsanierung unterzogen. Aus Mac OS wurde Mac OS X von Grund auf neu programmiert.

Mac -Zwischenposition zwischen Windows und Linux

Die Grundlage für Mac OS X lieferte das wenig beachtete Unix-Betriebssystem NeXT Step des Unternehmens NeXT, das Steve Jobs 1986 nach seinem Ausscheiden bei Apple gegründet hatte. Die erste Version von NeXT Step erschien 1989. Apple übernahm NeXT Ende der 90er und machte Steve Jobs wieder zum CEO des eigenen Unternehmens. Große Teile von NeXT-Step flossen in die komplette Neuentwicklung von Mac OS X ein, große Teile der Entwicklungsarbeit wurden von Open-Source-Entwicklern getätigt. Der Unix-Unterbau von Mac OS X ist ein BSD-Unix namens "OpenDarwin". Die erste öffentliche Beta von Mac OS X wurde im Herbst 2000 präsentiert, die erste Verkaufsversion wurde im Frühjahr 2001 veröffentlicht.

Mac OS X ist ein Unix-basiertes Betriebssystem mit einer fest installierten grafischen Oberfläche namens "Aqua". Damit nimmt es eine Mittelposition zwischen Linux und Windows ein: Windows ist nicht Unix-basiert, dafür besitzt es wie Mac OS X eine feste grafische Oberfläche. Linux, wie Mac OS X ein Unix-System, kann hingegen mit verschiedenen Modulen und Oberflächen zu einem beliebigen System kombiniert werden. Mac OS X wird, anders als Linux, auf breiter Front von den Herstellern professioneller Software unterstützt. Standard-Applikationen wie Microsoft Office oder Photoshop sind für Mac OS X verfügbar.

Durch seine Zwischenposition vereint Mac OS X die Vorteile der Windows- und Unix-Welt. Durch den Unix-Unterbau ist es überaus stabil im Betrieb und kommt, bis auf ganz wenige Ausnahmen, wie ein Server-Betriebssystem vollständig ohne Neustarts aus. Gleichzeitig sorgt die standardisierte Oberfläche für eine hohe Anwender-Freundlichkeit, die sogar die von Windows übertrifft. Gleichzeitig liefert das System eine nicht unerhebliche Anzahl an Treibern mit, die den Betrieb von Digitalkameras, Videokameras und anderer Hardware ohne zusätzliche Installation ermöglicht.

Sicher ist sicher

Ein logisch konzipiertes Sicherheitsmodell in Mac OS X sorgt dafür, dass Anwender grundsätzlich nur eingeschränkte Rechte haben. Durch Passwort-Abfragen an lethargischen Punkten wird verhindert, dass der Anwender einen Fehler macht, der die Stabilität negativ beeinflusst. Dabei schränkt OS X den Anwender jedoch nicht ein: Unix-Fans können Mac OS X wie ein ganz normales Unix auch per Kommandozeile oder Terminal bedienen oder per Root-User die volle Kontrolle über das System erlangen. Viren und Würmer für OS X sind auch wegen seiner geringen Verbreitung nahezu unbekannt.

Die Stärke von Mac OS liegt traditionell in der Grafikbearbeitung. Apple führte diese Tradition bei Mac OS X weiter, das Betriebssystem verfügt über zahlreiche Optionen, die die Grafikbearbeitung erleichtern. Das dürfte auch der Grund sein, warum Mac OS X gerade im kreativen Bereich gerne eingesetzt wird.

Die Nachteile einer schlechten Marktposition

Der größte Nachteil von Mac OS X ist, dass das System ausschließlich auf Rechnern aus dem Hause Apple funktioniert, was sich auch mit der Einführung der Intel-Macs nicht geändert hat. Da Apple-Rechner und damit Mac OS X nur einen kleinen Marktanteil hatten und die Computer darüber hinaus lange Zeit hinter der technischen Entwicklung hinterher hinkten, wird Mac OS X als System für Computerspiele weitestgehend ignoriert. Nur wirkliche Verkaufsschlager werden nachträglich für OS X portiert. Ganz wenige Hersteller wie Blizzard verkaufen ihre Software direkt als Version für Windows und Mac OS X. Auch Treiber für exotische Zusatzgeräte sind oft nicht verfügbar.

Mac OS X eignet sich vorzüglich für alle Anwender, die mit ihrem Rechner Geld verdienen müssen. Egal ob Webdesigner, Grafiker oder Autor, Nutzer von Mac OS X legen wert auf Stabilität und professionelle Software. Dafür nehmen sie den vermeintlich hohen Preis für den Kauf eines Apple-Rechners in Kauf.

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