Festplatte & Co.

Computer Backup - Verschiedene Wege zur Datensicherung

Der Alptraum jedes Computernutzers ist der unwiederbringliche Verlust aller Daten, sei es durch einen Defekt der Festplatte oder einen aggressiven Virus. Wohl dem, der sich Gedanken über eine Datensicherung macht. Unsere Redaktion zeigt mögliche Backup-Lösungen.

externe Festplatte© Inga Nielsen / Fotolia.com

Programme lassen sich neu installieren; Fotos aus dem Urlaub, persönliche und geschäftliche Dokumente, die geliebte MP3-Sammlung und noch vieles mehr befindet sich im schlimmsten Fall allerdings im Daten-Nirvana. Eine Wiederherstellung durch eine auf Datenrettung spezialisierte Firma schlägt mit mehreren hundert Euro oder mehr zu Buche, sofern überhaupt möglich. Um einen solchen Fall zu vermeiden, sollte man sich Gedanken über ein Back-up machen.

Wohin mit den Daten?

Je nach Größe der zu sichernden Dateien kommen für die Datensicherung mehrere Möglichkeiten in Betracht: das Brennen auf CD/DVD, eine Sicherung auf einem Wechseldatenträger oder USB-Stick und zu guter Letzt die "modernste" Möglichkeit, das Online-Back-up.

Wirklich praktikabel ist das dauernde Brennen von CDs, DVDs oder gar Blu-rays für die Datensicherung nicht: Die Silberlinge gibt es nicht umsonst und sie müssen später archiviert werden. Auch die Möglichkeit, Daten im Internet zu speichern, scheidet für viele Anwender aus. Schließlich fehlt - einmal hochgeladen - jede Kontrolle über die Inhalte. Dass diese auch morgen noch verfügbar sind, wird zumindest bei den kostenlosen Diensten nicht garantiert - von eventuellen Sicherheitslücken ganz zu schweigen. Zudem kann der Großteil der Internet-Nutzer nur mit sehr geringer Geschwindigkeit Dateien ins www befördern, für ernsthafte Backup-Ambitionen ist dies viel zu langsam. Trotzdem seien hier stellvertretend die Dienste Carbonite und iDrive. Letzterer gewährt auch nicht-zahlenden Nutzer zwei Gigabyte Online-Speicher.

Externe und interne Festplatten

Bei der Festplatte muss es sich nicht zwingend um eine externe Ausgabe handeln, auch eine zweite interne Platte kann prinzipiell für Sicherungskopien verwendet werden. Das schützt zumindest vor einem Festplattenausfall, bei einem eventuellen Virenangriff sind dann aber auch die Back-up-Dateien betroffen. Externe Festplatten sind in solch einem Fall immerhin im ausgeschalteten Zustand geschützt.

Sie haben noch eine ausrangierte, aber funktionstüchtige Festplatte im Keller? Dann kann diese für wenig Geld in eine externe Festplatte verwandelt werden: Laufwerksgehäuse, wahlweise für SATA und/oder IDE mit USB-Anschluss, können dem Speichern von Daten dienen. Für das regelmäßige Sichern sehr großer Datenmengen empfiehlt sich ein Gehäuse mit flotter eSATA-Verbindung, falls am heimischen PC ein entsprechender Anschluss vorhanden ist. Den Strom bezieht die Bastellösung über das Hausnetz. Dies wird auch bei anderen externen Festplatten so gehandhabt, es gibt jedoch auch Exemplare, die über USB mit Strom versorgt werden.

Externe Festplatte im Eigenbau

Wer keine Festplatte mehr übrig hat, findet günstige Angebote im Fachhandel. Ebenfalls eine Überlegung wert ist die Anschaffung eines USB-Sticks oder einer Speicherkarte. Bei mittlerweile erhältlichen Kapazitäten von bis zu 128 Gigabyte (GB) bietet sich zumindest genug Platz für das Sichern der persönlichen Dateien. Vorteile sind der geringe Platzbedarf und die praktische Handhabung.

Zum Sichern reicht es natürlich, alle relevanten Dateien von Hand, also mit einem Dateimanager wie den Windows Explorer, auf den Back-up-Datenträger zu kopieren, was auf die Dauer aber wenig praktikabel ist – schließlich sollte das Back-up immer auf dem neuesten Stand sein.

Tools und Programme

Auch für diesen Fall gibt es eine passende Software. Windows hat zwar entsprechende Tools an Bord, leider sind dort die Möglichkeiten zur Konfiguration arg begrenzt. Im Netz tummeln sich aber unzählige Back-up-Programme, von denen einige kostenlos sind.

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