Der US-Internetkonzern Google hat sich für seinen Einstieg in die Welt der sozialen Netzwerke lange Zeit gelassen. Das vor allem durch seine gleichnamige Suchmaschine bekannte Unternehmen hatte 2010 mit Buzz einen vergeblichen ersten Versuch gewagt, sich 'sozial' zu präsentieren. Schon kurz nach dem Start gab es Kritik unter anderem am mangelnden Datenschutz, da das System eng mit Googles E-Mail-Angebot Google Mail verbandelt war.
Google+ wächst rasant
2011 wagte Google erneut Facebook & Co. herauszufordern. Das neue Projekt Google+ startete zunächst als geschlossene Beta-Phase. Die Anmeldung war zu Beginn nur auf Einladung möglich. Google wollte in kleinem, überschaubaren Kreis die Akzeptanz seines neuen Systems testen. Mitte September 2011 öffnete Google+ schließlich für alle Nutzer. Nur wenige Wochen später nannte der US-Konzern erste Zahlen: Google+ verzeichnete weltweit bereits rund 40 Millionen Mitglieder. Ein rasantes Wachstum in kurzer Zeit.
Google startete 2011 mit Google+ einen neuen Versuch zur Etablierung eines eigenen sozialen Netzwerkes. Bilder: Google
Der US-Konzern will sich mit Google+ vor allem durch einen stärkeren Fokus auf mehr Datenschutz beispielsweise auch von Facebook absetzen. Dazu führte der Konzern leicht editierbare, innovative Freundschaftslisten in Form von Kreisen ein, die auf positive Resonanz bei vielen Nutzern stießen. Die Zuordnung erfolgt durch Ziehen des jeweiligen Namens von Freunden und Bekannten in den entsprechenden Kreis. Eigene Status-Updates und Postings lassen sich in Google+ damit einzelnen Freunden, Freundeskreisen oder auch komplett öffentlich mitteilen.
In Google+ können Nutzer Freunde und Bekannte in beliebig viele Kreise einteilen. Bild: Google
Google+ bietet auf der Startseite einen Stream mit den Status-Meldungen von Freunden und Bekannten. Daneben lassen sich über das Netzwerk mit der Funktion "Hangouts" Videokonferenzen durchführen oder über das Messenger-Feature Gruppenchats starten. Außerdem erweiterte Google seine Plattform wenige Wochen nach dem Start um einen eigenen Bereich für Spiele. Zudem lassen sich Fotos mit Freunden teilen. Google+ wird zudem mit immer mehr anderen Google-Produkten verzahnt. Eine integrierte YouTube-Schaltfläche ermöglicht die Suche nach Videos und das Abspielen von Clips. Über Plug-ins lassen sich Google+ Funktionen auch in Googles Browser Chrome nutzen.
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