Die Vorteile von Fli4l liegen klar auf der Hand: Fli4l ist zum einen
eine Mini-Linux-Distribution, die auf eine einzige 1,44 MB-Diskette passt,
welches Sicherheit und Geschwindigkeit bringt, zum anderen ist es dank der
zahllosen Zusatztools einfach zu konfigurieren oder zu erweitern und es
läuft Problemlos auch auf einem 486er, den die meisten noch im Keller haben.
Installation
Die Konfiguration von Fli4l beschränkt sich auf ein einziges Config-File.
Wer diese nicht eigenhändig bearbeiten will, kann sie mit dem Windows-Programm
'FliwizNG' unter einer komfortablen Oberfläche mit vielen Tipps und Hilfestellungen
erstellen oder ändern.
Dank der hervorragenden Dokumentation, der FAQ und der unzähligen HowTos stellt
es auch für Benutzer, die noch nie zuvor etwas mit Linux zu tun hatten, überhaupt
kein Problem dar.
Fli4l konfigurieren
Nach dem Download von Fli4l und FliwizNG etpackt man beide Archive in einem Verzeichnis,
startet FliwizNG und öffnet damit die CONFIG.TXT.
FliwizNG führt nun Schritt für Schritt durch die Installation und stellt zu jedem
Eingabefeld nähere Informationen zur Verfügung.
Einige Daten zum eigenen Rechner sollte man aber schon wissen:
- Welche Netzwerkkarte (-karten bei DSL) wird eingesetzt?
- Falls Sie ISDN einsetzen, muss die ISDN-Karte angegeben werden.
- Wie sind die IP-Adressen der Clients?
- Benutzerkennung und Daten für Ihren Provider
Zunächst gibt man die IP-Adresse an, die Fli4l benutzen soll und weitere Daten, wie
z.B. Client-Namen oder den Namen, den der Router im Netzwerk benutzen soll.
Nun stellt man ein, welche Netzwerkkarte als Zugang zum LAN verwendet wird.
DSL-Nutzer müssen hier natürlich beide Netzwerkkarten angeben, dafür müssen sie
später keine ISDN-Karten konfigurieren. Sollten Sie ISDN benutzen, kann man nun
mehrere Provider festlegen, die zu bestimmten Zeit angewählt werden (LCR-Funktion).
Im weiteren Verlauf lässt sich festlegen, welche OPT-Pakete geladen werden sollen.
OPT-Pakete sind weitere Features oder Programme, die man je nach Bedarf installieren kann -
z.B. FTP-Server, HTTP-Server, Time-Server oder auch Samba, wenn sie Fli4l auch als
Druckserver einsetzen wollen.
An dieser Stelle ist die eigentliche Konfiguration bereits abgeschlossen. Natürlich lassen
sich noch weitere Einstellungen vornehmen, so zum Beispiel Portforwarding oder 'Tweaks'
der Firewall.
Jetzt muss man nur noch die Config-Datei speichern, die Diskette erstellen, sie in den Router
einlegen und booten. Sollten alle Angaben richtig sein, steht der Router nun zur Verfügung.
Konfiguration der Clients
Damit die Clients über den Fli4l-Router in's Internet können, muss man in den
Netzwerkeigenschaften DNS-Server und Default-Gateway auf die IP setzen, die man bei der
Installation von Fli4l angegeben hat. Eine genaü Anleitung finden sie hier.
Nach einem Reboot kann es endlich losgehen!
Fli4l kann als Minimal-Router eingesetzt werden, bietet aber für Fortgeschrittene unzählige
Möglichkeiten wie z.B.:
- Firmennetzwerke verbinden
- Anrufbeantworter
- automatische IP-Aktualisierung für Provider wie z.B. DynDNS, DtDNS o.ä.
- Installation auf Festplatte
- ...
Nähere Informationen zu Fli4l, FliwizNG oder weiteren OPT-Paketen finden Sie auf
www.fli4l.de.
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