Die großen Stromversorger wie E.ON oder RWE sind mit einem eigenen
Powerline-Angebot gescheitert. Doch ein kleiner Stadtnetzbetreiber aus
Mannheim zeigt ihnen, wie man das Internet über die Stromleitung
schickt. Mitte 2001 startete die MVV Energie AG mit
Vype die weltweit erste kommerzielle Powerline-Anwendung.
Zu Beginn waren nur einige, wenige Stadtteile an das Powerline-Netz angeschlossen. Die Daten wurden mit bis zu zwei MBit/s befördert, wobei sich diese Bandbreite bis zu 35 Anwender teilten, sie zusammen waren über eine Trafo-Station angeschlossen. Im Herbst 2002
konnten 45.000 Haushalte in sieben Mannheimer Stadtgebieten Powerline
bestellen, Ende 2003 sollten bereits 120.000 Haushalte angebunden
sein.
Im Herbst 2002 stellte Vype auch die Weichen neu. ABB beteiligt sich
mit 14 Prozent an der Power PLUS Communications AG (PPC), die
mittlerweile neben der MVV-Tochter MAnet für Vype verantwortlich ist.
Die Mitgift: 1,1 Millionen Euro und eine
Breitband-Powerline-Technologie im Mittelspannungsbereich, was auch
Patente zur Weiterentwicklung der Powerline-Technologie für
Internet-Applikationen einschließt. PPC setzt ganz auf Wachstum.
Vype ist mittlerweile der einzige Powerline-Anbieter auf dem deutschen Markt, der seine Produkte aktiv bewirbt. Die aktuelen Vype-Tarife sind unserer
Datenbank zu entnehmen.