Powerline-Basisstationen wandeln die Daten, die vom Internet-Backbone kommen, in Signale im Megahertz-Bereich um, die wiederum auf die 400-Volt-Niederspannungskabel aufmoduliert werden. Gemeinsam mit dem Strom überwinden die Daten die letzte Meile zum Kunden und können dann mit Hilfe eines Steckdosen-Modems an jeder Steckdose im Haus angezapft werden.
Die Hardwareinstallation des Hausanschlusses sollte innerhalb von 1-2 Stunden erledigt sein, wobei der Strom nur kurz abgestellt werden muss. Das hauseigene Stromnetz wird somit vom Zugangsnetz getrennt, und das Modem muss lediglich in eine Steckdose gesteckt und per USB- oder Ethernet-Kabel mit einem Computer oder Router verbunden werden. Als Protokoll kann wie bei ADSL-Anschlüssen auch PPPoE benutzt werden.
Das es sich bei einem Powerline-Zugang um ein sogenanntes shared medium handelt, ist die Bandbreite von 2Mbit/s kein garantierter Wert. Faktisch hängen 30-100 Kunden an einer 2Mbit-Leitung. Auch wenn eher selten alle angeschlossenen Benutzer gleicheitig Downloads tätigen werden, so kann es zu Stoßzeiten doch zu deutlichen Abweichungen vom Richtwert kommen.
Für Onlinegamer ist Powerline wohl nicht die erste Wahl, da die Pings noch ein wenig höher sind als bei T-DSL. Ein weiterer Nachteil ist sicher auch, dass die maximale Bandbreite nicht garantiert werden kann und nicht pro User, sondern pro Cluster (Ortsnetzstation) angegeben wird. In der Praxis liegt die Geschwindigkeit bei 130-160 kbit/s und gelegentlich auch mal bei 250 kbit/s.