Kabel Internet - Internet via Kabel

Die Kabelnetzgesellschaften und ihre Netze

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Als in den 80er Jahren die flächendeckende Verkabelung der Bundesrepublik losging, wurden die Kabelleitungen fast ausschließlich für Medien wie Television oder Radio - welche Signale lediglich empfangen sollten - genutzt. Die Thematik des in beide Richtungen funktionierenden Fernsehkabels, beziehungsweise die Ausstattung mit einem Rückkanal wurde zwar angedacht, aber allein schon wegen der enormen Kosten wieder fallen gelassen.

Früher ist nicht heute!

Heute, rund 20 Jahre später, in der Zeit des DSL, in der immer neue Alternativen zum "normalen" Internet über das Telefonkabel gefunden werden, erscheint diese schon so alte Technik als eine der erfolgversprechendsten Konzepte - sind doch derzeit rund 18 Millionen Bundeshaushalte verkabelt. Gerade wegen dieser enormen Anzahl von potentiellen Kunden stecken sowohl große als auch kleine Firmen jetzt, nach dem Verkauf der Kabelleitungen der Deutschen Telekom, Millionen in die Auf- und Umrüstungsmaßnahmen, um ihren Teil des Kabelnetzes rückkanal- und damit "internetfähig" zu machen.

Marktbeherrschend sind die drei größten Kabelnetzbetreiber. Kabel Deutschland, in insgesamt 13 Bundesländern aktiv, ist nach mehreren Zusammenschlüssen zum größten deutschen Anbieter von Internet via Kabel aufgestiegen. Unitymedia verfügt über eigene Kabelnetze in Nordrhein-Westfalen und Hessen. Im Südwesten der Republik versorgt Kabel BW die Bewohner von Baden-Württemberg mit Triple-Play-Angeboten per Kabel.

unitymediaKabel BWunitymediaKabel DeutschlandKabel Deutschland

Umrüstung teuer

Eine Umrüstung der Netze stellt sich meist als schwieriger heraus, als es zuerst scheint. Besondere Rücksicht muss auf die Tatsache genommen werden, dass im für den Rückkanal vorgesehenen Frequenzbereich zwischen 5 und 30 MHz durch elektrische Schaltgeräusche Störsignale entstehen, die bei einer Signalverstärkung ebenfalls mitverstärkt werden und zu einer Störung des gesamten Rückkanals führen können.

Daher ist eine Prüfung auf Störgeräusche bei jedem anzuschließendem Haus notwendig, bevor eine Verstärkung der Leitung vorgenommen wird. Wird ein Rückkanal auf Grund dieser Störungen nicht verstärkt, spricht man auch von einem passiven Rückkanal.

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