1&1 MediaCenter: Multimedia aus dem Netz

Anzeige
Das verbleibende Bewegtbildangebot kommt in Form von MyVideo daher, ein YouTube-Klon, bei dem Amateurfilmer aus aller Herren Länder ihre Freizeiterfahrungen in Form von Videoclips ablegen können. Damit keine moralisch bedenklichen Ausrutscher über die Mattscheibe flimmern, wird auch dieses Filmsortiment vor der Freigabe redaktionell gefiltert. Die Inhalte sind nach Rubriken geordnet, die Top 20-Charts zeigen so zum Beispiel sämtliche von der Netzgemeinde als achtenswert eingestuften Beiträge. Dem Zuschauer bleibt ein netter Zeitvertreib, für den sich allerdings in erster Linie wohl eher die jungen MediaCenter-Benutzer werden begeistern können.

Die eigene Multimediasammlung im Fernsehen

Mit On-Demand-Angeboten aus dem Internet ist bei dem MediaCenter allerdings noch lange nicht das Ende der Fahnenstange erreicht. Wer eine Film-, Bild- oder Audiosammlung sein Eigen nennt, kann diese künftig auf dem Fernsehbildschirm zum Leben erwecken. Übertragen wird das Ganze entweder über einen am LAN- oder WLAN-Netz angeschlossenen Rechner oder direkt über die bereits erwähnte USB 2.0-Buchse, die sich - nicht immer ganz praktisch - auf der Rückseite des Geräts befindet. Unterstützt wird ausschließlich das Videoformat WMV 9, bei den Audiodateien sind es WMA9 und MP3, bei den Bildern JPG, GIF, PNG und BMP: Keine überragende Abspielkompetenz, aber für die Ansprüche einer Familie völlig ausreichend. Vielleicht bessert hier eine kommende Firmware noch einmal nach. Sobald das virtuelle oder reale Laufwerk angeschlossen und erkannt wurde (was im Test problemlos geklappt hat), ordnet das MediaCenter die Dateien automatisch in übersichtlichen Inhaltsübersichten. Wer den Zugriff noch weiter vereinfachen möchte, kann zudem vorher Playlists anlegen – auch hier stehen verschiedene Dateiformate von M3U bis WSX zur Verfügung.

MC_MeineInhalte_Fotos.jpg
Das Fotoalbum im TV. Bild: 1&1


Das Fazit

Um es kurz zu machen: Das Versprechen "Internet-Entertainment" kann das MediaCenter halten. Zweifelsohne ist und bleibt das Highlight der Zugriff auf Maxdome-Filme, der nun mal den Gang zur Videothek einfach überflüssig macht. Auch das – wenn auch nicht portable – Musikhören über Jamba oder die von Phonostar aufbereiteten Radiostationen ist eine neue Erfahrung und je nachdem, wo der Fernseher und die angeschlossene Stereoanlage stehen, eine echte Bereicherung. On-Demand-Neulinge werden sich schnell an den Gedanken gewöhnen, dass die Inhalte zwar stets verfügbar – aber eben nicht auf der heimischen Festplatte gelagert sind.

04-04-08_1217.jpg
Gelegentliche Hänger und Abbrüche.
Bild: onlinekosten.de
Doch es gibt auch die andere Seite der Medaille. Neben den oben genannten Voraussetzungen, die für den Betrieb des MediaCenters unerlässlich sind, wird noch etwas vom Benutzer verlangt: Geduld. Je nach gewähltem Menü wirkt das System träge, die Befehle werden erst nach einigen Schrecksekunden weiterverarbeitet, mal hakt es, mal brechen Vorgänge nach bedrohlich wirkenden Fehlermeldungen einfach ab. Man hat den Eindruck, dass die Unterhaltungs-Box noch in den Kinderschuhen steckt, einige der Anfangsprobleme noch nicht ganz überwunden sind. Daraufhin angesprochen teilte 1und1 der Redaktion mit, dass mit kommenden und bereits geplanten Firmware-Updates die Probleme definitiv behoben werden. Ein Risiko für die Nutzer, dass es zum Beispiel aufgrund eines Fehlers zu falschen Gebührenberechnungen innerhalb des Maxdome-Portals kommen könnte, schloss das Unternehmen ausdrücklich aus. Bis es allerdings soweit ist und eine neue Betriebs-Software hier Abhilfe geschafft hat, ist das MediaCenter leider nur bedingt als familientauglich einzustufen. Allen anderen Nutzern, die gerne etwas Neues ausprobieren und eine Portion Experimentierfreude mitbringen, ist das Gerät hingegen uneingeschränkt zu empfehlen.

Name: MediaCenter
Anbieter: 1&1
Internet: http://media-center.1und1.de/
Multimedia-Angebot
Filme: Maxdome-Videothek (ca. 12.000 Titel)
Video: On-Demand-Mediatheken diverser TV-Sender
Musik: Jamba (ca. 1,7 Millionen Titel)
Radio: Phonostar (ca. 4.000 Radiostationen)
Besonderheiten: Eigene Multimedia-Inhalte können abgespielt werden
Pro & Contra
einfache Installation
sehr gute Filmauswahl
Zugriff auf die Archive der TV-Sender
regelmäßige Firmware-Updates
leicht holprige Navigation
keine Live-Inhalte
Hänger und Abstürze
Formatunterstützung
Bewertung:
Unterhaltungsangebot (30%): sehr gut
Bildqualität (20%): gut
Bedienbarkeit (20%): befriedigend
Zuverlässigkeit (20%): befriedigend
Installation (10%): sehr gut
Gesamt: gut (2,00)
Preis-Leistung: gut


Seite zurück.
Navigation
Zurück zur Breitband-Übersicht
Zurück zur DSL Übersicht
 
Weiterführende Themen
Übersicht Triple-Play
Haben Sie einen Fehler gefunden? Schreiben Sie eine Mail an breitband@onlinekosten.de.
Schnellrechner
 Suche

  Breitband-News
Dienstag, 15.05.2012
TKG-Novelle: Neue Verbraucher-Rechte im Überblick
Montag, 14.05.2012
M-net baut Glasfasernetz in Augsburg weiter aus
Telekom: Ausbauoffensive mit Gigabit, VDSL & DSL
"FTD": Kabel Deutschland kauft Tele Columbus
Sonntag, 13.05.2012
Unitymedia-Chef: Produktrelaunch auch bei Kabel BW
Transaero bringt Breitband-Internet ins Flugzeug
Freitag, 11.05.2012
Unitymedia & Kabel BW wachsen rasant
Donnerstag, 10.05.2012
Telekom: Gewinn halbiert - Sorge um Mobilfunksparte
United Internet: Investitionen verschlingen Gewinne
Telekom: Flucht der Festnetzkunden hält an
Mittwoch, 09.05.2012
Kabel Deutschland: Breitband-Netzausbau im Mai
Dienstag, 08.05.2012
Primacom, KDG & NetCologne: Neue TV-Angebote
Neuer Breitband-Ärger für die Telekom
Montag, 07.05.2012
LTE-Ausbau: Sachsen erfüllt Versorgungsauflagen
QSC macht sich fit für weiteres Wachstum
Weitere Breitband-News
VDSL
Auf der Suche nach dem wahren Highspeed Internet mit DSL Flat?
Mit ihrem VDSL - Internetzugang kommt die Telekom-Tochter T-Home auf bis zu 50 Mbit/s.
Fernsehen im Internet gibt's im Entertain-Paket dazu. Auch Fußball in HD-Qualität über LIGA total und Filme per Video on Demand sind kein Problem.
DSL Alternativen
Kein DSL verfügbar oder ist der DSL Test lahm wie eine Schnecke?
Dann schnell mobiles Internet per UMTS bestellen.
Mit einer Downloadrate in DSL Geschwindigkeit wird UMTS zur DSL Alternative und Fernsehen im Internet wird ebenfalls mobil möglich.
Aber auch Internet über Kabel ist schnell und günstig.
DSL Speedmessung
Trotz Highspeed ADSL Anschluss nur Diashow statt flüssiges Internet Fernsehen?
Unbedingt DSL Geschwindigkeit testen. Wenn der Provider wieder zuviel versprochen hat, gleich neues DSL Angebot einholen.
Bei vielen Anbietern gibt es auch Internet Telefonie dazu. Wir haben die besten DSL Tarife im Vergleich.
© 1999-2012 onlinekosten.de GmbH :: Datenschutz :: Impressum :: Presse :: Jobs