SDSL ("Symmetric Digital Subscriber Line" oder auch "Single-Pair Highspeed Digital Subscriber Line", SHDSL) ist die nach ADSL im Endkundenbereich wohl bekannteste xDSL-Variante. SDSL ähnelt im wesentlichen HDSL, kommt aber mit nur einem Adernpaar aus. SDSL ist ein Verfahren für Vollduplex-Übertragungen mit symmetrischen Übertragungsraten. Das heißt, dass Up- und Downstream - im Gegensatz zu ADSL (weitläufig auch als
DSL bezeichnet) - gleichzeitig und jeweils mit der vollen Geschwindigkeit erfolgen können.
The little differences...
Die maximal möglichen Geschwindigkeiten sind in den USA und in Europa unterschiedlich: In den USA ermöglicht SDSL 1,544 Mbit/s (T-1 Leitung), in Europa werden bis zu 2 Mbit/s (E-1 Leitung) erreicht. Theoretisch sind Raten von bis zu 3 Mbit/s möglich. Zur Übertragung wird das 240 kHz-Frequenzband benutzt. Telefondienste und ISDN werden im Basisband in der Regel nicht angeboten.
Hohe Reichweite
Für SDSL wird ein separates Adernpaar von der Vermittlungsstelle zum Endkunden gelegt (separate Telefondose/TAE). An dieser neuen Telefondose wird dann der SDSL-Zugang realisiert. Provider wie QSC, claranet oder broadnet mediascape nutzen diese Technik, um ihre SDSL-Tarife zur Verfügung zu stellen. Der Vorteil ist, dass der Internet-Zugang unabhängig vom Telefonanschluss arbeitet. Störungen können so besser überstanden, Kosten besser kalkuliert und Provider freier gewählt werden. Ein weiterer Vorteil von SDSL sind die geringeren Latenzzeiten, die besonders Spielern zu Gute kommen. Für all jene, bei denen
ADSL nicht bereitgestellt werden kann, stellt SDSL auf Grund der höheren Reichweite (bis zu sieben Kilometer Leitungslänge) oft eine Alternative dar. Informationen zu den einzelnen Anbietern und Tarifen finden Sie in unserer
Breitband-Datenbank.