Digitale Dividende: Internet über Rundfunkfrequenzen

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Die Digitalisierung der TV- und Radiosender schreitet voran. Im Zuge der Umstellung von analoger auf digitale Rundfunktechnik wurden bislang von den Rundfunksendern genutzte Rundfunkfrequenzen frei. Der UHF-Frequenzbereich zwischen 470 und 862 Megahertz (MHz) wird nicht mehr im ganzen Umfang von den Fernsehsendern genutzt. Der Frequenzblock wird auch "Digitale Dividende" genannt, der nun für andere Anwendungen zur Verfügung steht.

Freie Frequenzen für Mobilfunk

Auf der World Radiocommunication Conference (WRC) im Jahr 2007 wurde beschlossen die oberen Kanäle 61 bis 69 beziehungsweise den Frequenzbereich von 790 bis 862 MHz ab 2015 weltweit zur Nutzung durch den Mobilfunk zur Verfügung zu stellen. Die deutsche Bundesregierung hat im Frühjahr 2009 entschieden, diesen Frequenzblock für breitbandige Mobilfunkanwendungen zu öffnen. Damit könnten dann auch ländliche Gebiete schnellere Internetzugänge per Funk erhalten.

Vergabe der Frequenzen per Auktion

Frühestens ab 2010 können einzelne Regionen mittels der Digitalen Dividende eine breitbandige Versorgung erhalten. Zuvor werden die Frequenzen in einzelnen Frequenzblöcken in einer Auktion versteigert. Mitbieten werden auf jeden Fall die großen Mobilfunknetzbetreiber. Als nutzbare Technik wird Long Term Evolution (LTE) dabei eine große Rolle zukommen. LTE wird bereits in verschiedenen deutschen Regionen von T-Mobile oder Vodafone getestet. LTE ermöglicht theoretisch Bandbreiten von bis zu 300 Megabit pro Sekunde (Mbit/s).
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